Ist der Sommer heiß, wird der Winter kalt?

 

Viele der alten Wetter-Weisheiten haben inzwischen ihren Zauber verloren - sie wurden durch die langjährigen Aufzeichnungen der Wetterstationen widerlegt. Doch erstaunlicherweise beschreiben die zum Teil aus dem Mittelalter stammenden Regeln das Sommerwetter ganz gut, haben die Meteorologen des Wetterservice Donnerwetter.de festgestellt.

 

"Fällt Regen am Heimsuchungstag (2. Juli), vier Wochen lang er währen mag."

 

Viele der Juli-Bauernregeln sind im Prinzip Varianten der berühmten "Siebenschläferregel", die allgemein auf den 27. Juni bezogen wird: "Regnet es am Siebenschläfertag, es noch sieben Wochen regnen mag.“

 

Doch wegen der Verschiebung durch die gregorianische Kalenderreform im Jahre 1582 müsste der Stichtag für die "Sieben-Wochen-Prognose" in­zwischen der 7. Juli sein. In diesem Zeitraum beruhigt sich häufig die Wetterlage über Europa, die west­östlichen Zugbahnen der Hoch- und Tiefdruckgebiete bleiben dann über Wochen relativ konstant, es gibt nicht mehr den schnellen Wechsel, der zum Beispiel das unbeständige Aprilwetter ausmacht.

 

"Genauso wie der Juli war, wird nächstes Mal der Januar."

 

Eine wissenschaftliche Begründung lässt sich nicht finden, aber interessanterweise steckt auch in dieser Bauernregel eine Portion Wahrheit: Ist der Juli zu warm, folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 bis 65 Prozent ein zu kalter Januar.

 

Zum Vergleich: Ein Wert von 50 Prozent würde bedeuten, dass die Regel in der Hälfte der Fälle daneben liegt. Jedoch lässt sich dieser zwar schwache, aber zumindest teilweise vorhandene Zusammenhang nicht auf den gesamten Winter übertragen.

 

(pm/fxk)

 

Quelle: Lausitzer Rundschau, 28.06.2008

 

 

Nun zu den Wetter- oder Bauernregeln für den Juli:

 

 

Wetterregeln für den Monat Juli

 

 

Wenn’s im Juli bei Sonnenschein regnet,

man viel giftigem Mehltau begegnet.

 

Hat Margaret (20. Juli) kein‘ Sonnenschein,

kommt das Heu nie trocken rein.

 

Was nicht gut im Juli steht,

im September nicht gerät.

 

Magdalena (22. Juli) weint um ihren Herrn,

drum regnet’s an ihrem Tage gern.

 

 

Klar muss Apollinaris (23. Juli) sein,

soll sich der Bauer freu’n.

 

Wie das Wetter, wenn der Hundsstern aufgeht,

so wird’s bleiben, bis er unter geht.

 

Sankt Jakob (25. Juli) schüttet’s Mehl

in den Backtrog.

 

Ist Sankt Anna  (26. Juli) erst vorbei,
kommt der  ist Morgen kühl herbei.

 

Juliregen nimmt den  Erntesegen.

 

Hört der  Juli mit  Regen auf,
geht leicht ein Teil der Ernte drauf.

 

Ein tüchtig  Juligewitter
ist gut für Winzer und Schnitter.

 

Wenn die Bohnen  üppig geraten,
geraten auch trefflich die  Saaten.

 

Was du an einem Tag versäumest im Julei,
schaffen zehn Tage im August nicht  herbei.

 

 

 

 

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